Eigenes System wie LULU?

Hallo,

ich möchte einmal einen einfachen Vorschlag unterbreiten, da es mit LULU nicht mehr sehr gut aussieht. Und zwar geht es darum, dass ich über die verlegerischen Hintergründe verfüge, um einen eigenen Dienst wie LULU aufzuziehen, mit den selben Aspekten und Vorteilen - allerdings direkt in Deutschland angesiedelt.

Wenn man von den negativen Punkten von LULU absieht, ist das eigentliche Konzept dahinter recht gut und m.E. besser als jedes andere "On Demand"-System.

Allerdings kommt jetzt der springende Punkt der Finanzierung und der technischen Umsetzung der Online-Plattform. Ich und meine Mitarbeiter können dies nicht alleine umsetzen, aber wenn wir genügend Mitwirkende finden, können wir einen wesentlich besser auf den deutschen und europäischen Markt angepassten Print on Demand-Service gründen.

Also frage ich einmal ganz einfach in die Runde: Wer würde sich an einem solchen Projekt als Geldgeber und/oder Gesellschafter beteiligen?

Kommentare

  • Angesichts der bestehenden Probleme bei Lulu und vor allem, weil bei Lulu keine Bemühungen erkennbar sind, eine Lösung dafür zu suchen, halte ich die Idee einer deutschen Alternative auf Basis der ursprünglichen Lulu-Philosophie für durchaus überlegenswert.

    Allerdings müsste man schon ein wenig mehr darüber erfahren.
  • Die Schlüsselfaktoren für mich sind:

    1. Keine initialen Zugangsgebühren, keine laufenden monatlichen Kosten
    2. Alle Rechte bleiben bei mir
    3. Jederzeit kostenlos kündbar
    4. Anonymität: Im Impressum steht der Publisher (bisher Lulu) und mein Pseudonym
    5. Derzeit kostenlose Anbindung (PBL) an Amazon - gut, das wäre mir evtl. eine Einmalzahlung wert, vor allem wenn .de dabei ist

    Bei einem System in Deutschland reicht natürlich ein Belegexemplar ("Ausland") für die d-nb Leipzig nicht mehr aus, dann müssen es zwei sein, plus das für die Landesbibliothek. Es wird also teurer, das sollte sich auf lange Sicht über günstigere Versandkosten ausgleichen.

    Aber warum nicht? Der Markt steckt noch in den Anfängen.
  • Hallo,

    wie gesagt, von verlagstechnischer Seite gibt es hier überhaupt keine Probleme, nur das wir aus rechtlichen Gründen eben nur ein System ähnlich wie PBL anbieten würden, ohne die PBY-Komponente, da hier der Verwaltungsaufwand in Deutschland etwas anders ist. Für den Druck haben wir bereits die technischen Möglichkeiten, der Verlag dahinter ist ebenfalls vorhanden.

    Das kostenlose Grundpaket würde umfassen: ISBN mit Druck in Deutschland und Vertrieb über den Buchhandel, einschließlich Amazon und allen wichtigen Online-Anbietern (was wir momentan eh schon besitzen). Die Rechte würden nur für den Druck übertragen, mit einer Kündigungsfrist von 3 Monaten aufgrund der Abmeldung aus dem VLB und den Quartalsabrechnungen aus dem Buchhandel. Der Kunde kann das Buch auch anderweitig verwerten, da die Allgemeinrechte beim Kunden verbleiben. Die in Deutschland nötigen Belegexemplare (Nationalbibliothek und Landesbibliothek mit jeweils 2 Exemplaren) sind ebenfalls enthalten. Nicht enthalten sind Lektorat, Korrektorat und Werbemaßnahmen, da dies der Kunde eigenständig übernimmt.

    Erweiterte Pakete, gegen eine Grundgebühr, können hinzugebucht werden, wie etwa Coverentwurf, Lektorat, Werbemaßnahmen, usw., je nach Wunsch des Kunden.

    Versandkosten wären pauschal abgerechnet: 1,75 Euro für Kleinsendungen, 7,00 Euro für Pakete mit schweren Sendungen. Über eine Versandkostenbefreiung ab einem bestimmten Warenwert kann man noch nachdenken.

    Die Druckpreise sind vertretbar, so würde ein Paperback mit 100 Seiten in den Standardformaten in S/W ca. 4-5 Euro kosten, im Farbdruck 6-8 Euro. Dies sind nur Grundkalkulkationen, auf jeden Fall sind die Preise nicht höher als bei LULU oder vergleichbaren Anbietern.

    Ein paar gute Ideen können auch noch mit umgesetzt werden.

    Jetzt kommt aber das Problem: Die technischen Möglichkeiten sind da, aber die Umsetzung und die Schaffung der wichtigen Webumgebung sind nicht gerade billig. Alleine die Rechtsberatungskosten vorab verschlingen einiges, dann die Kosten für die Umsetzung einer voll funktionsfähigen Online-Plattform. In der Startphase würden dazu noch die nötigen Mitarbeiter benötigt, die auch bezahlt werden wollen. Wir würden neben dem Vertrieb und dem Druck, sowie den technischen Vorraussetzungen auch einen Teil dieses Betrages übernehmen, aber die Finanzierung übersteigt unsere momentane Kapazität.

    Theoretisch müssen nur ein paar Leute zusammenkommen, die eine vertragllich verzinsbare Einlage einbringen. Dabei sind die Beträge recht überschaubar, da wir maximal einen Betrag von 15.000 Euro nach Kalkulation benötigen. Wer Interesse an einer Umsetzung hat, der kann sich direkt bei uns melden: www.twilightline.com

    Optimal wären also 15 Leute mit einem Einsatz von 1000 Euro, und schon steht eine neue Print on Demand-Produktionsreihe zur Verfügung. Und ich denke, das Angebot dürfte auf dem deutschen Markt recht gut angenommen werden.
  • "Twilightline" klingt ein wenig zwielichtig :wink:
    Nein, das klingt interessant. Ich würde u.U. gern teilnehmen, aber 1000 Euro passen nicht zu meiner strikten "No-Invest"-Strategie.

    Vielleicht gibt es noch andere Kleinstverleger, die gern mitmachen würden? Ich würde empfehlen, hierzu mal in anderen Foren anzuklopfen, z.B. www.autorenpool.info oder www.dsfo.de ?
  • "Valerie J. Long" wrote:

    Ich würde u.U. gern teilnehmen, aber 1000 Euro passen nicht zu meiner strikten "No-Invest"-Strategie.

    --

    Hallo,

    ich habe ja auch nicht gesagt, dass jeder eine solche Summe aufbringen soll. Lediglich der optimalste Weg wäre, wenn wir 15 Geldgeber finden könnten, die eine Einlage von 1000 Euro bringen würden. Oder eben 150 mit 100 Euro, usw... :lol:

    Ganz im ernst, wir sind ein recht erfolgreicher Verlag, können aber aus personeller Sicht nur sehr wenige der eingereichten Manuskripte umsetzen und herausgeben. Wenn wir ein zusätzliches Print on Demand Portal auf die Beine stellen könnten, würde für uns die Bearbeitung entfallen, da diese durch die Autoren stattfindet - was zu einer einfachen Publikationsplattform führt. Wenn diese Kostenfaktoren nicht wären, hätten wir dies schon umgesetzt, da wir LULU für unsere Leser in den USA und Australien als schnelle Plattform nutzen und vom eigentlichen Konzept überzeugt sind.
  • Das klingt schön und ich finde es immer wieder gut, wenn sich jemand für etwas einsetzt, was ihm keine Reichtümer beschert - allerdings ist es in der heutigen Zeit schwer zu verstehen und zu glauben, das jemand was ohne Profitgedanken macht.

    Da würde mich aufgrund der vielen "bösen Verleger und BoD und PoD Menschen" schon mal interessieren, welche Persönlichkeiten dahinter stecken. Sorry, aber mit der Zeit wird man misstrauisch...

    Gruß Bianca
  • Hallo Bianca,

    das kam vielleicht etwas falsch rüber, aber letztendlich geht es um den Profit für den Verlag, die Autoren und die eventuellen Geldgeber/Sponsoren.

    Im Prinzip läuft es dann wie bei LULU auch. Der Autor gibt nach der Freigabe den Verkaufspreis an. Der Gewinn (oder Profit) errechnet sich aus dem Verkaufspreis, abzüglich der Herstellungs und Vertriebskosten. Von diesem Gewinn bekommt der Verlag eine Beteiligung von 30%, während 70% des Gewinnes an den Autoren gehen. Die 70% Reinerlös für den Autoren nach Abzug der Herstellungs- und Vertriebskosten sind ein sehr hoher Gewinnanteil, da der Verlag vorab keine weitere Arbeit mehr mit dem Manuskript hatte und auch keine Gelder in weitere Promotion investieren muss.

    So edle Ritter ohne Gewinnabsichten sind wir beileibe nicht. Und Sozialisten oder Kommunisten sind wir schon gar nicht. :lol:

    Aber ich denke, dass sich das Konzept mit dem Grundgedanken, welcher auch hinter LULU steht, nur besser auf den deutschen Markt angepasst, durchaus lohnen wird. Alleine durch die Menge der somit verfügbaren Titel rechnet sich das Prinzip, selbst wenn ein gewisser Teil der Print on Demand Titel keine Käufer finden wird.

    In der Theorie ist LULU das beste Print on Demand System mit der größtmöglichen Autorenfreiheit. Dies wollen wir uns letztendlich zu nutze machen - aber ohne die Nachteile der hohen Herstellungskosten und der unverschämten Versandgebühren.
  • Das dachte ich mir :lol:
    ...allerdings kommen mir 15.000 Euro reichlich wenig, für ein solches Unternehmen vor und wenn ich als Unternehmer mit einem ausgegorenem Konzept zu einer x-beliebigen Bank gehe und mein Vorhaben unterbreite, dann kriege ich doch mehr als 15.000 Euro!?
    Ich bin sogar sicher, dass man über die Summe von 15.000 Euro lacht, wenn ich das mal so sagen darf...
    Ein Firmenkredit bei der Kfw klingt z.B. ganz gut...nur mal so als Tipp ':wink:'

    http://www.kfw-mittelstandsbank.de/DE_Home/Service/Kreditantrag_und_Formulare/Merkblaetter/Kredite/Merkblatt_-_.jsp

    Mh, verstehe deine Art der Geldbeschaffung nicht wirklich...

    Gruß, Bianca
  • Hallo Bianca,

    offensichtlich hast du mein Anliegen nicht verstanden, denn wir sind bereits ein voll funktionierender Verlag. Die 15.000 Euro sind nicht für eine Firmengründung, sondern lediglich als Kapital für den möglichen Ausbau in die Richtung PoD gedacht.

    Kredit bei der Bank wäre natürlich eine Möglichkeit, aber da müssten alle Gesellschafter hinter dem Verlag mitziehen - und da gibt es jemanden, der sich gegen einen Kredit wehrt. Deswegen nur einmal so der Gedanke, ob sich nicht ein paar Sponsoren finden lassen. Smiley (überglücklich)
  • Ups, falsche Seite, na, aber die Kfw hat noch mehr, auch für etablierte Unternehmen...kannst ja mal selber gucken...

    Ich würde mir aufgrund des einen - der da nicht mitzieht - schwer überlegen ob ich mir noch mehr potentielle Quertreiber an Bord hole, wenn der schon bei 15.000 Euro nicht mitzieht, dann wird er irgendwann auch mal ins Konzept quatschen - wie auch immer...
    Einen kann man notfalls noch überzeugen oder demokratisch überstimmen, wenn es ein paar sind wird´s schwierig...
    ...viel Erfolg...ich bleib da mal am Ball. :wink:

    Gruß Bianca
  • Einen Gesellschafter, der eine bestimmte Geschäftsidee nicht teilt, würde ich nicht gleich als Quertreiber bezeichnen. Vielleicht hat ihn das Konzept einfach nicht überzeugt.
    Was wir gut finden, muss nicht jedem gefallen und jeden überzeugen. Und letztendlich geht es dabei ja auch mit um das Geld dieses Gesellschafters.
    Was die Personen betrifft, die eingeladen sind, sich an dem pod-Projekt zu beteiligen, so werden diese sicherlich nur stille Teilhaber sein, könnte ich mir vorstellen.

    Insgesamt finde ich das Porjekt sehr gut. Leider wird es wahrscheinlich zumindest vorerst daran scheitern, dass in der gegenwärtigen Situation nur sehr zögerlich investiert wird. Vielen fehlt ganz einfach das nötige Geld, andere scheuen sich Geld in Projekte zu stecken, die natürlich auch immer gewisse Risiken in sich bergen.
  • Ich finde das Konzept wirtschaftlich noch nicht ganz schlüssig.
    * Software für das Erstellen und Verwalten von Projekten, wie hier bei Lulu. Gibt es so etwas zu kaufen? Wenn nein: was kostet die Entwicklung? Unter 200.000 € (200 PT) würde ich gar nicht erst anfangen
    * Supporter! Der Aufwand ist nicht zu unterschätzen. Falls der Laden gut anläuft, braucht man vermutlich bald eine Vollzeitkraft
    * Interessant ist die Frage, wie das funktionieren soll, wenn ISBN und vier Belegexemplare im "kostenlosen Grundpaket" drin sind. Wie werden diese Kosten gedeckt?
  • "Valerie J. Long" wrote:

    Ich finde das Konzept wirtschaftlich noch nicht ganz schlüssig.
    * Software für das Erstellen und Verwalten von Projekten, wie hier bei Lulu. Gibt es so etwas zu kaufen? Wenn nein: was kostet die Entwicklung? Unter 200.000 € (200 PT) würde ich gar nicht erst anfangen
    * Supporter! Der Aufwand ist nicht zu unterschätzen. Falls der Laden gut anläuft, braucht man vermutlich bald eine Vollzeitkraft
    * Interessant ist die Frage, wie das funktionieren soll, wenn ISBN und vier Belegexemplare im "kostenlosen Grundpaket" drin sind. Wie werden diese Kosten gedeckt?

    --


    Hallo Valerie,

    den Support und die nötigen Mitarbeiter hierfür haben wir bereits. Nicht umsonst kann man alle unsere Titel überall im Buchhandel beziehen. Und wir vertreiben aktuell über 50 Titel erfolgreich im Buchhandel. Unser Problem ist eher, dass wir personell gar nicht genug Kapazitäten haben, um alle neuen eingereichten Manuskripte abarbeiten zu können, auch wenn wir redaktionell einige für wirklich sehr gut halten und diese an andere Verlage weiterempfehlen. Und genau hier setzt ja der PoD-Gedanke an, da wir den Autoren ermöglichen, sich hier einzubringen und unsere internen arbeiten zu umgehen, was uns eine Menge Ressourcen erspart.

    Die Grundkosten der ISBN und der vier Belegexemplare sind nicht relevant, da wir dies bei unserem jetzigen Verlagskonzept bereits erfolgreich umsetzen. Ich will hier nicht die Kosten beziffern, aber im Regelfall werden diese Kosten aus den Verlagsgewinnen der ersten 10 verkauften Bücher bereits gedeckt. Da wir keine Mindestauflagen bei PoD-Titeln drucken, entfallen zudem die direkten Druck- und Logistikkosten und nur die reinen Herstellungskosten fallen direkt bei der Produktion an. Insofern ist dies ein zu vernachlässigender Faktor.

    Im Prinzip also eine etwas vereinfachte Form unseres normalen Produktionsprozesses: http://www.twilightline.com/veroffentlichen

    Deshalb ließe sich das gesamte Konzept ohne weiteren Aufwand in unseren Verlag integrieren.

    Dein Hauptkostenpunkt von 200.000 € ist völlige Utopie. Wir verfügen bereits über einen Server mit den nötigen Vorraussetzungen und dem passenden System. Lediglich die Umsetzung der passenden Webumgebung (Preisrechner, passende Verwaltungsdatenbank) muss noch realisiert werden. Und genau hierfür müssten wir einen entsprechenden Mitarbeiter beschäftigen, der dies an unser bestehendes System anpasst.

    Der Hauptkostenfaktor ist jener, dass wir uns rechtlich absichern müssen. Bei unserem normalen Verlagsprozess wählen wir vorab genau aus, was wir veröffentlichen und ob es eventuell rechtliche Probleme mit dem Text oder Bildern geben könnte. Beim PoD hingegen ist der Autor dafür verantwortlich, und hier müssen klare Richtlinien geschaffen werden, da der Autor für seine Veröffentlichung haftbar ist und nicht irgendwelche eventuell daraus resultierenden Schadensersatzansprüche zu Lasten des Verlags gehen. Ein rechtlich wasserdichter Vertrag und angepasste AGB's müssen durch einen Anwalt erstellt und durch einen Notar bestätigt werden. Und genau hierfür würden wir die Investition benötigen. Dies ist der einzige Hinderungsgrund vor der Umsetzung eines solchen Projektes.

    Quote:

    Was die Personen betrifft, die eingeladen sind, sich an dem pod-Projekt zu beteiligen, so werden diese sicherlich nur stille Teilhaber sein, könnte ich mir vorstellen.

    --

    So sieht es aus. Optional können diese aber auch als Sponsoren auftreten und gegen entsprechende Werbung eine Investition einbringen. Wir verlangen zudem von niemandem, dass er sich mit einem großen Betrag hier einbringt. Auch eine Anzahl mehrerer Personen mit kleinen Investitionen führt letztendlich zum Ziel.
  • "Michael Schneider" wrote:

    Dein Hauptkostenpunkt von 200.000 € ist völlige Utopie. Wir verfügen bereits über einen Server mit den nötigen Vorraussetzungen und dem passenden System. Lediglich die Umsetzung der passenden Webumgebung (Preisrechner, passende Verwaltungsdatenbank) muss noch realisiert werden.

    --

    "Lediglich"? :wink:

    Geschäftsvorfälle:
    Standalone
    - Preisrechner
    Verwaltungsdatenbank
    - Neuzulassung eines Autors
    - Stammdatenpflege Autor, inkl. Benachrichtigungsoptionen
    - Benachrichtigungsfunktionen (Hintergrund)
    - Übersicht / Buchprojektliste
    - Anzeigen Buchprojekt-Content, Cover, Buchdaten
    - Neuanlegen Buchprojekt (Content-Upload) mit Format- und Papierwahl
    - PDF-Konverter
    - ISBN-Vergabe
    - Cover-Wizard mit Barcodegenerator
    - Ändern Buchprojekt (Content)
    - Löschen/Sperren unveröffentlichtes Buchprojekt
    - Statuspflege Buchprojekt (Privat/Entwurf, Direktzugriff, Veröffentlicht) - Freigabe/Storno
    - Pflege Buchdaten (Synopsis, Kategorien, Ausgabe etc)
    - Kauf Autorenexemplar(e)

    Und für all dies:
    * Entwurf/Spezifikation
    * Realisierung
    * Test - funktional und mit allen gängigen Brausern

    Das ist alles schon so gut wie da? Okay, ich lasse mich gern korrigieren. Wenn sich das in drei Wochen stemmen lässt, prima! 8)
  • "Michael Schneider" wrote:

    Die Grundkosten der ISBN und der vier Belegexemplare sind nicht relevant, da wir dies bei unserem jetzigen Verlagskonzept bereits erfolgreich umsetzen. Ich will hier nicht die Kosten beziffern, aber im Regelfall werden diese Kosten aus den Verlagsgewinnen der ersten 10 verkauften Bücher bereits gedeckt.

    --
    Ja, das geht, wenn ihr eine Vorauswahl betreibt. Wieviel Prozent der Lulu-Bücher verkaufen sich denn wenigstens zehnmal? Bei mir würde es klappen, und ich bin erstaunt, wie meine Bücher durch meine kleine Eigenbestellung in den Lulu-Top 100 hochschießen.

    "Michael Schneider" wrote:

    Beim PoD hingegen ist der Autor dafür verantwortlich, und hier müssen klare Richtlinien geschaffen werden, da der Autor für seine Veröffentlichung haftbar ist und nicht irgendwelche eventuell daraus resultierenden Schadensersatzansprüche zu Lasten des Verlags gehen.

    --
    Guter Punkt. Entspricht das Konzept eher PBL (d.h. euer Verlag bleibt nominell Verlag) oder PBY (jeder Autor ist Verleger, ihr macht nur den Druckdienstleister)?
    Damit hängt zusammen, ob eine Veröffentlichung unter Pseudonym - ohne Angabe des Autoren-Echtnamens im Impressum - möglich ist.

    Stichpunkte für die klaren Richtlinien: keine Fanfiction, keine verbotene Pornografie, keine Sammlungen fremder Texte, Vorsicht bei Coverfotos... ihr wollt euch absichern, gut, und die Autoren damit gleichzeitig darauf hinweisen, was sie nicht nur auf die eigene Kappe nehmen müssten, sondern besser ganz vermeiden. :wink:
  • Hallo Valerie,

    ich hatte dies schon einmal erwähnt:

    Quote:

    wie gesagt, von verlagstechnischer Seite gibt es hier überhaupt keine Probleme, nur das wir aus rechtlichen Gründen eben nur ein System ähnlich wie PBL anbieten würden, ohne die PBY-Komponente, da hier der Verwaltungsaufwand in Deutschland etwas anders ist. Für den Druck haben wir bereits die technischen Möglichkeiten, der Verlag dahinter ist ebenfalls vorhanden.

    --


    Im Grunde ist dies eine erweiterte Form des PBL-Systems, allerdings direkt auf den deutschen Markt mit Vertrieb zugeschnitten.

    Und von der technischen Seite her sind wir schon bestens vorbereitet, die rechtliche Seite ist der Knackpunkt daran, der die Kosten verursacht. Wir wollen dies so umsetzen, dass der Verlag nur eine Dienstleistung im Auftrag des Autoren anbietet und rechtlich der Autor haftbar ist. Dies soll vor allem alle weiteren Rechtsstreitigkeiten zwischen Autor und Vertrieb unterbinden und die rechtliche Last bei einem Rechteverstoß direkt mit dem Autoren und dem Antragsgegner auslegen. Sonst kann ein kostensparendes Vertriebssystem nicht funktionieren.
  • Hoch interessant könnte es sein, wenn man erreichen könnte, dass außer dem Online Print-on-Demand-Handel die Bücher auch in Buchläden ausliegen. Ließe sich da ein Weg finden?

    Ich gehe einmal von mir als Käufer aus: Vieles suche und kaufe ich zwar über Online.

    Andererseits nehme ich sehr gerne auch in der Buchhandlung verschiedene Bücher in die Hand und finde sie erst dann überhaupt interessant; - wobei ich sie nie gefunden und gekauft hätte, hätte ich sie nicht im Laden entdeckt.

    Hier könnte ein sehr großes Potential liegen, und ich wüsste auch noch kein BoD-System, wo sowas läuft (habe mich aber auch nicht intensiv danach umgesehen).
  • @Michael: Danke, das mit PBL hatte ich überlesen. Das wird rechtlich wirklich interessant, wenn euer Verlag im Impressum steht, aber nicht haften soll (was ich bei diesem System richtig finde).
    Nimm meine kritischen Anmerkungen bitte als konstruktiv gemeinten Beitrag: ich finde die Idee gut!

    "Maximilian Hörberg" wrote:

    Hoch interessant könnte es sein, wenn man erreichen könnte, dass außer dem Online Print-on-Demand-Handel die Bücher auch in Buchläden ausliegen.
    ...
    Hier könnte ein sehr großes Potential liegen, und ich wüsste auch noch kein BoD-System, wo sowas läuft (habe mich aber auch nicht intensiv danach umgesehen).

    --

    Das hängt mit Lagerhaltung und Remissionsfähigkeit zusammen.
    Bei BoD Norderstedt ist die Remissionsfähigkeit angeblich gegeben, bei Lulu definitiv nicht.
    Das wäre vermutlich ein Aufpreispaket, weil die Remissionskosten ja irgendwo kalkulierbar sein müßten. Oder man bietet einen Weg, Bücher mit hoher Nachfrage ins reguläre Verlagsprogramm zu "migrieren".

    Ich bin weiter gespannt.
  • Grundsätzlich bin ich von der Idee begeistert, deswegen die rege Beteiligung und die "Klugscheisser-Kommentare" von mir, die allerdings konstruktiv gemeint sein sollen.

    Dennoch kann ich mir nicht vorstellen, dass du mit 15.000 Euro weit kommst.
    Es mag auf den ersten Blick für manchen eine große Summe sein, aber auch bei Kleinunternehmern die eine Investition machen wollen, sind das doch "Peanuts".

    Allein die Kosten für die Mitarbeiter in der Startphase, von denen die Rede war - nehmen wir mal an, es wäre nur ein Einziger, sehr fleissiger und bescheidener Mensch, der das Ding in einem Viertel Jahr schaukelt...da bleiben von deinen 15.000 nicht mehr viel übrig.

    @Mirko: Wenn sich ein einziger Gesellschafter einer Firma, wegen einem Kredit von 15.000 in die Hosen macht, dann ist das Quertreiberei...
    :wink:

    Wenn ich eine Firma habe, dann muss ich auch mal ein Risiko eingehen können und dieses wäre in dem Fall relativ überschaubar, wenn denn die 15.000 reichen sollten.
    Der Erfolg von Lulu sollte dem Gesellschafter als Sicherheit reichen, das Konzept von Michael ist besser...aber ZU kostenfrei für den "Verbraucher" und ZU sozial... :wink:

    Gruß Bianca
  • Es kostet zumindest mal folgendes Vorgehen nichts:

    - sich gemeinsam einen potentiellen Idealzustand auszumalen

    - dann mit konkreten Zahlen auszurechnen, wie die aus Erfahrung ableitbaren Kosten üblicherweise mit möglichst hoher Wahrscheinlichkeit aussehen würden, dies im Einzelnen, möglichst vollständig, ohne versteckte Posten
    (also z.B. echte Versandkosten, nicht nur die Bezeichnung "Versandkosten", die versteckte Aufschläge beinhaltet, die mit Versandkosten in Wirklichkeit nichts zu tun haben)

    - dann daraus ein System zu entwickeln, das für alle Seiten ein Geschäft ist
    (wird es zu teuer, bleiben die Kunden weg, regelt sich in so einem Fall gleichsam von selbst)
  • Ok, ich habe die Zeit am 1. Mai dazu genutzt, um mich einmal mit allen Gesellschaftern zu treffen. Zum Glück konnte ich alle zu einer geselligen Runde mit Familien zum Grillen zusammentrommeln. :lol:

    Wir haben die Thematik jetzt intern durchgesprochen und werden eine entsprechende on-Demand-Publikationsreihe einführen. Nur von der Umsetzung werden wir etwas anders vorgehen, als die Vorplanung war.

    Die erste Änderung ist jene, dass wir die Umsetzung nicht komplett auf einmal angehen, sondern Stück für Stück anpassen. Faktisch fangen wir mit einem Beta-Betrieb an und passen das Webportal kontinuierlich den Bedürfnissen an.

    Die grundlegende Änderung wird jedoch sein, dass wir die ISBN und die 4 Bibliotheksexemplare finanziell absichern werden, weshalb wir für eine ISBN-Vergabe eine Gebühr von 29 Euro erheben werden. Ein Druck ohne ISBN wird nicht möglich sein, da wir letztendlich direkt über Amazon und Co. vertreiben werden und direkt den Buchhandel ansprechen. Wer sein Buch nur einmal privat in Händen halten möchte und ohne ISBN auskommt, der kann schließlich auf die kostenlosen Grundangebote von LULU, BOD, epubli und Co. eingehen. Diese Änderung kommt übrigens hauptsächlich wegen dem Einwand von Valerie, da ich einen Ausdruck dieser Diskussion zur Verdeutlichung der Situation vorgelegt habe.

    Ansonsten gibt es keine Änderungen zu dem, was ich bereits hier schrieb.

    Für die Finanzierung der Rechtskosten haben wir uns darauf geeinigt, diese durch die Gesellschafter nun doch selbst zu übernehmen, da man auf ein erfolgreiches Projekt hofft. Natürlich sind Sponsoren, die sich mit einem Geldbetrag gegen Werbung daran beteiligen möchten, jederzeit willkommen. :wink:

    Wer ein weiteres Interesse an diesem Projekt hat, der kann gerne die Entwicklung mitverfolgen: http://www.twilightline.com/pod
  • "Michael Schneider" wrote:

    Die grundlegende Änderung wird jedoch sein, dass wir die ISBN und die 4 Bibliotheksexemplare finanziell absichern werden, weshalb wir für eine ISBN-Vergabe eine Gebühr von 29 Euro erheben werden. (...) Diese Änderung kommt übrigens hauptsächlich wegen dem Einwand von Valerie, da ich einen Ausdruck dieser Diskussion zur Verdeutlichung der Situation vorgelegt habe.

    --
    29 Euro als Einmalbetrag sind mehr als fair. Das wird keinen Autor abschrecken, aber hält euch die Trolle vom Hals :wink:
  • Na also...geht doch... :wink:
    Vielleicht wirst du uns hier mal anschreiben, wenn die erste Testphase beginnt, dann würde ich mich möglicherweise als Versuchskaninchen zur Verfügung stellen...(...auch wenn mich die ISBN Idee im Allgemeinen nie aus den Socken gehauen hat...)
    ...aber wenn das nur 29 Euro sind und ich meine Nutzungsrechte so gut wie behalte, dann kann ich mich auch mal zu so einem Schritt überwinden...
    Jedenfalls wünsche ich viel Glück und Erfolg...und hoffe bald neues zu hören.

    Gruß Bianca.
  • "Valerie J. Long" wrote:


    Das hängt mit Lagerhaltung und Remissionsfähigkeit zusammen.
    Bei BoD Norderstedt ist die Remissionsfähigkeit angeblich gegeben, bei Lulu definitiv nicht.
    Das wäre vermutlich ein Aufpreispaket, weil die Remissionskosten ja irgendwo kalkulierbar sein müßten. Oder man bietet einen Weg, Bücher mit hoher Nachfrage ins reguläre Verlagsprogramm zu "migrieren".

    Ich bin weiter gespannt.

    --


    Jedes vom Handel bestellte Buch ist voll remissionsfähig, sonst w+ürde sich z.B. Amazon kein Lulu-Buch auf Lager legen. Voraussetzung ist halt, dass das Buch beim Großhändler bestellt wird und das tut der Buchhandel in der Regel.

    Die Auslagen im Buchhandel sind zwischen den Verlagen heiß umkämpft. Schon aus Platzgründen schaffen es die meisten Bücher nur ins Regal. Doch auch das wäre für ein POD-Buch schon ein schöner Erfolg.
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