Prüfliste zum Editieren von Büchern

gestartet von Moderator am ‎01-21-2010 05:01 - zuletzt bearbeitet am ‎09-24-2013 11:50 von Community Manager Community Manager (304 Ansichten)

Nun ist es also fertig, Ihr Buch! Wochen, Monate — vielleicht sogar Jahre hat man sich abgemüht und abgekämpft und nun kann es endlich publiziert werden. Aber — kann es das wirklich?

Wenn Ihr Buch soweit ist, veröffentlicht zu werden, wissen Sie sicherlich, dass man ein Inhaltsverzeichnis erstellen sollte, dass das Manuskript ordentlich formatiert und dass das Cover hübsch gestaltet sein sollte. Soweit, so gut. Doch viele Feinheiten, die man oft übersieht, lauern versteckt im Hintergrund. Hier sind einige Tipps zum Finetuning Ihres Manuskripts:

1. Beständigkeit
Verschiedene Schriftarten, unterschiedlich große Leerstellen und Absätze machen Ihr Buch schwer lesbar. Den Leser wird dies nicht erfreuen. Der beste Weg, diese Dinge zu vermeiden, ist sicherzustellen, dass Ihr Manuskript nicht aus vielen kleinen Dateien besteht sondern nur aus einer großen. Wenn Sie dann etwas ändern, z.B. die Schrift oder die Seitenränder, dann können Sie es im kompletten Dokument ändern; "global" sozusagen. Das ist auch einfacher für die Seitennummerierung.

2. Seitengröße
Wenn Ihre Datei zu unserem Buchassistent hochgeladen wird, konvertiert unser Software Ihr Manuskript in eine maßgenaue PDF-Datei. Falls die Seitengröße Ihres Originaldokuments anders ist als die von dem Buch, wird die Formatierung höchstwahrscheinlich darunter leiden. Der Text kann verschoben, verkleinert oder vergrößert werden, damit er zur neuen Größe passt. Auch Ihre Seitenanzahl kann sich ändern, was sich auf die Herstellungskosten Ihres Buches auswirken kann. Um dieses Problem zu vermeiden, passen Sie bitte Ihre Dokument-Größe der Seitengröße Ihres Buches an.

3. Simplizität
Mit der „Alles Auswählen“ Funktion Ihres Textverarbeitungsprogramm, z.B. MS-Word, sollten Sie eine übliche, leicht lesbare Serifschrift wie Garamond oder Times New Roman auswählen. Benutzen Sie diese Schriftart durchgehend für alle Kapitel. Zur Abwechslung können Sie für Kapitelüberschriften eine andere Schriftart verwenden aber im Allgemeinen sollten Sie bei einer einzigen Schriftart bleiben.

4. Weißraum
Schauen Sie sich Ihr fertiges, druckreifes Manuskript an. Haben Sie genug Weißraum rund um Ihren Text? Probieren Sie, am Anfang eines jeden neuen Kapitels Ihren Textanfang bis zur Mitte der Seite herunterzuziehen. Dann zentrieren Sie Ihre Kapitelüberschrift in den so entstandenen Weißraum. Lassen Sie rund um Ihren Text einen weißen Rand von mindesten 2,5 Zentimetern. Ausnahmsweise gilt hier: mehr ist besser. Je mehr Weißraum Sie um Ihren Text lassen, desto besser schaut er aus.

5. Groß und klein
Probieren Sie mal aus, jedes Kapitel mit einer hängenden Initiale zu beginnen. Das ist ein großer Anfangsbuchstabe, der die Höhe von etwa 2-3 Zeilen hat. Bei MS-Word findet man diese Funktion unter dem Menü 'Format'. Natürlich gilt auch hier: nicht übertreiben — mit 'Kapitel' ist hier wirklich nur 'Kapitel' gemeint, nicht jeder neue Absatz.

6. Neue Seiten
Gebrauchen Sie die zugehörige Seitenumbruch-Funktion (STRG-Enter im MS-Word oder Seitenlayout>Umbrüche>Seite, wenn Sie das Menü benutzen). So wird Ihr Text auf der Seite im PDF genau dort beginnen, wo Sie ihn haben möchten. Dies ist vor allem für Dokumente mit ganzseitigen Bildern empfohlen. Wenn das jeweilige Bild zwischen zwei Seitenumbrüchen liegt, dann wird sichergestellt, dass es allein auf eine Seite in der druckfertigen Datei kommt.

7. Oben und unten
Die Seitennummerierung beginnt man so, dass die erste Seite rechts liegt. Kopf- und Fußzeilen sollte man möglichst unauffällig setzen. Traditionell hält man es bei der Buchgestaltung so, dass die Kopfzeile der linken Seite (gerade Seiten im Dokument) den Buchtitel anzeigt und die der rechten Seite (ungerade Seiten im Dokument) den Titel des jeweiligen Kapitels. Die Kopfzeile eines Kapitelanfangs ist normalerweise leer. Bei MS-Word findet man die Einstellungen für Kopf- und Fußzeilen im 'Seite einrichten' Menü unter 'Datei'.

8. Zeilenschinderei
Zu viele Zeilen pro Seite können ein Buch fast unleserlich machen.Für ein Buch von der Größe 15,24 x 22,86 cm (6" x 9") sind etwa 30 Zeilen pro Seite vollkommen in Ordnung. 50 oder weniger Zeilen eignen sich für ein Buch von der Größe 21,59 x 27,94 cm (8.5" x 11"). Bei MS-Word kann man die Zeilenabstände im Absatzmenü unter 'Format' einstellen. Ein Wert von mindestens 1,5 bietet sich an.

9. Der Absatz an sich
Einzüge sind immer eine gute Idee. Beginnen Sie einen jeden neuen Absatz mit einem Einzug — dafür ist die Tabulatortaste schließlich da! Achten Sie auch darauf, dass der Leerraum zwischen Ihren Absätzen immer gleich ist. Und: 90% aller Bücher werden im Blocksatz gesetzt, was heißt, Sie haben links und rechts an Ihrem Text einen harten Rand. Also keinen sogenannten Flattersatz.

10. Bundsteg
Viele Bücher verlieren ein wenig ihrer Lesbarkeit durch den Bundsteg, einem inneren Seitenrand. Bei MS-Word können Sie das vermeiden, indem Sie 'Seiten-Konfiguration' im Menü 'Datei' abrufen. Stellen Sie Ihr gesamtes Dokument auf Spiegel-Seitenrand und geben Sie den Bundsteg als 0.1 oder 0.2 an, je nachdem, wie dick Ihr Buch wird. ANMERKUNG : Bitte laden Sie nur Dokumente hoch, die nicht mit einem Passwort geschützt sind. Unsere Drucker können mit Passwort-geschützten Dokumenten nichts anfangen und somit Ihr Buch auch nicht drucken.

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